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“Alles Großes und Edle ist einfacher Art.”


(Gottfried Keller, Schweizer Dichter und Politiker, 1819 – 1890)

 

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Wein ist ein komplexes Thema, welches beinflusst ist von Geschichte, Kultur, Landwritschaft, Geologie und Genetik. So, wie kann man mehr über Wein erfahren, ohne das Wesentliche aus den Augen zu verlieren?

Während langer Zeit wurde die Weinkunde nach Regionen gestaltet, was auch recht gut funktionierte. Aber seit Wein heutzutage praktisch überall produziert wird, verschwimmen diese klaren regionalen Abgrenzungen immer mehr.

Also braucht es einen neuen Weg, um Wein zu begreifen. Ein grundlegendes Verständnis der Traubensorte ist dabei genauso hilfreich, wie ein wenig Hintergrundwissen zum Thema Wein und die persönliche Einschätzung basierend auf dem eigenen Geschmack.

Bevor Sie weiterlesen
Es ist unser erkärtes Ziel hier beim Weinhaus Zug, die Freude am guten Wein zu verbreiten, ohne dabei allzusehr dem ‚Fachsimpeln‘ zu verfallen. Daher werden wir künftig auf unserer Facebook Seite mehr Wissenswertes zum Thema Wein auf unterhaltsame Weise vermitteln, und Ihnen auch aussergewöhnliche und trendige Weine kurz vorstellen.
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Weinwissen für jedermann

1. Sie möchten herausfinden, welchen Wein Sie selber am besten mögen?
Probieren Sie einfach die 18 verschiedenen Traubensorten, die üblicherweise als die ‘internationalen Sorten’ bezeichnet werden. Diese beinhalten leichte süsse Weine wie Moscato und Riesling bis hin zu den tiefroten Weinen, zu denen Syrah und Cabernet Sauvignon gehören. Wenn Sie einmal alle 18 probiert haben (bitte nicht alle auf einmal!), dann haben Sie ein recht gutes Verständnis für das gesamte Spektrum des Weines. Und Sie wissen dann auch mehr über Ihre persönlichen Vorlieben.

 

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2. Welches sind die populärsten Weinregionen der Welt?

Aufgrund einer sich schnell ausdehnenden Wein-Weltkarte ist die Typologisierung nach Region nicht mehr ganz so einfach. Die Tatsache, dass Frankreich, Italien und Spanien die 3 grössten Weinproduzenten in der Welt sind, sagt uns aber drei Dinge. Erstens sind diese drei Weinregionen ziemlich sicher auch die grössten Produzenten von ‘Massenware’, Zweitens bringen diese 3 weinproduzierenden Länder aber wohl auch diejenigen Weine hervor, die mit zu den Besten überhaupt gehören. Und drittens kann mit Sicherheit gesagt werden, dass Frankreich, Italien und Spanien der Ursprung aller bedeutender Weinsorten sind, die heute weltweit prduziert werden.

3. Wie beim Menschen – Charakter ist wichtig.
Nun, da Sie wissen, wie welche Sorten schmecken und woher sie in etwa stammen, können Sie auch auf die Nuancen innerhalb der einzelnen Sorten achten. Diese ergeben sich aus Jahrgang (Wetter), der Region (Klima), der Beschaffenheit der Böden, der Verarbeitung und dem Ausbau (wie und in welchem Fass wurde er gereift). Es gibt Weine mit mehr Säure, andere fühlen sich aufgrund ihres Alkohol-Gehaltes warm bis brennend in der Kehle an. Wiederum andere lassen durch ihren höheren Tannin-Gehalt einen trocken-bitteren Nachgeschmack im Mund zurück. Lernen Sie die grundsätzlichen Wein Charakteristiken kennen, damit Sie besser beschreiben können, was Ihnen gefällt.

4. Lagern oder nicht lagern?
Nicht jeder Wein wird mit zunehmendem Alter besser. Tatsächlich sind nur 1% aller in der Welt produzierten Weine dazu geeignet, lange gelagert zu werden. 90% aller Weine sollten im selben Jahr getrunken werden, in welchem sie auf den Markt gebracht werden. 9% aller Weine sollten nicht älter werden, als 5 Jahre – also 99% aller Weine sollten innerhalb von 5 Jahren genossen werden. Weine in der Preisklasse zwischen 10 bis 25 Franken sind dazu gedacht, möglichst bald getrunken zu werden. Prost!

 

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5. Zum Weinkauf:
Während ein guter ‘günstiger’ Wein um die 10 Franken sicherlich ein Schnäppchen ist, lohnt es sich oft ein paar Franken mehr auszugeben. Warum? Weil oft für wenig mehr Geld einiges mehr an Qualität erhältlich ist. Das liegt daran, dass heute bei den vielen weinproduzierenden Ländern der Konkurrenzdruck recht gross ist und daher die Preise auch für gute Weine in einem bestimmten Rahmen gehalten werden müssen. Ein gutes Preis/Leistungsverhältnis beginnt meistens bei Weinen mit einem Preisniveau um die 15 bis 20 Franken. Eine Flasche in dieser Preisordnung kann durchwegs dem Niveau eines bekannten Weines entsprechen, der 30 bis 50 Franken kostet.

6. Ist Wein trinken gesund?
Es gibt viele fundierte Studien, die diese Tatsache unterlegen. Während wir nicht sagen können, dass der Konsum von 2 Gläsern am Tag ein Garant für gute Gesundheit ist, kann man doch davon ausgehen, dass es Indikatoren dafür gibt, dass ein massvoller Weingenuss der Gesundheit zuträglich sein kann.

 

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7. Welcher Wein passt zu welchem Essen?
Die Struktur des Weines ist ein gutes Kriterium für die Auswahl: passt der Körper des Weines zusammen mit dem Gehalt des Essens? Zu einem leichten Gericht passt eher ein leichter Wein und bei Gerichten mit mehr Konsistenz darf man einen schwereren Wein auswählen. Das gilt sowohl für Fleisch-, wie auch für Fischgerichte. Üblich ist bei Fisch eher einen Weisswein zu servieren, zu Käse können sowohl Rot- wie auch Weissweine sehr gut passen und zu scharfen Gerichten empfiehlt sich eher ein leichter fruchtiger Wein, da ein hoher Alkohol und Tanningehalt die Schärfe des Essens sonst eher betonen.

8. Wie lange kann man angebrochene Weinflaschen aufbewahren?
Je früher man die Flasche austrinkt, desto besser. Jeder Wein, der einmal geöffnet wurde, sollte wieder verschlossen und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das gilt auch für Rotweine. Vakumieren hilft ausserdem dabei, den Oxidationsprozess hinauszuzögern. Eine angebrochene Flasche Wein sollte nicht zu lange bei Raumtemperatur aufbewahrt werden, weil er sonst am nächten Tag einfach nicht mehr gleich gut schmeckt.

9. Wieviel Wein wird eigentlich weltweit jedes Jahr Produziert?
Im jahr 2012 waren es 25’721’000’000 Liter, also etwas unter 26 Milliarden Liter. Gemessen an der Menge produzierten Weines führt Italien die Weltrangliste, gefolgt von Frankreich und Spanien. Zusammen machen diese 3 Länder etwa 80% der Europäischen und ca. 44% der Welt-Weinproduktion aus (die Schweiz liegt auf Rang 24 bei der Produktion un auf Rang 5 im pro Kopf Verbrauch). Im 2014 ist damit zu rechnen, dass Italien aufgrund einer mageren Ernte den ersten Rang an Frankreich abtreten muss. Bezüglich der Anbaufläche liegt Spanien jedoch an erster Stelle. Spanien hat im Segment der Spitzenweine über die letzten 30 Jahre enorm zugelegt und heute bietet Spanien ein paar wirklich aussergewöhnliche Weine, die bezüglich Qualität jedem Vergleich standhalten, und dies oft zu einem bedeutend günstigeren Preis.

10. Welcher Wein ist zur Zeit ‚angesagt‘?
Während die Welt-Weinproduktion eher etwas rückläufig ist, erfährt Spanien gegenwärtig gerade eine ‘Wein-Revolution’, wie sie kein anderes Land je in diesem Masse erfahren hat. Daher ist gegenwärtig der richtige Zeitpunkt, um den spanischen Weinen und ihrer zeitgemässen trendigen Aufmachung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Spanische Weine sind äusserst innovativ, was Anbau, Produktionsmethoden und Präsentation anbelangt. Kein Wunder, dass Sie sich vorallem bei einem jüngeren Publikum zunehmender Beliebtheit erfreuen. Ein Trend, der mit ziemlicher Sicherheit noch eine ganze Weile anhalten wird.

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